Über den Winzer
Andreas Schäffer ist Jahrgang 1983. Der gebürtige Pfälzer entstammt einer alten Winzerfamilie. Seit 1925 wird in seiner Familie Weinbau betrieben. Der gelernte Weinbautechniker arbeitet derzeit, nach einigen Jahren im elterlichen Weingut und in einem Familienweingut an der Mittelhaardt, im Vertrieb von Kellereitechnik. Nebenbei ist er als Sachverständiger bei der amtlichen Qualitätsweinprüfung der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz eingesetzt.

Vorgeschichte
Im Jahre 2002 berichtete der Heidelberger Heimatforscher und Geologe Dr. Peter Sinn vom Fund
eines alten Weinbergs mit urigen Rebstöcken in Handschuhsheim.
Er bat den Rebsortenkundler
Andreas Jung ihn bei der Identifizierung der dort gefundenen Rebsorten zu
unterstützen. Unter den
teilweise aus dem 19. Jahrhundert stammenden alten Rebstöcken befanden sich nicht nur heute
weithin bekannte Sorten wie Riesling, Muskateller und Grauer Burgunder. Andreas Jung identifizierte
mit Welschriesling und Honigler auch einige in Deutschland nahezu ausgestorbene Rebsorten in dem Weinberg.
Um diese wertvollen
genetischen Ressourcen zu bewahren suchten Dr. Peter Sinn und Andreas Jung im Spätsommer 2005 nach
einem Winzer, der aus Stecklingen dieser alten Rebstöcke einen Weinberg anlegt und so langfristig
den Erhalt sicherstellt.
Für den Weinbautechniker Andreas Schäffer war dies Herausforderung und
Verpflichtung zugleich.

Realisierung
Nachdem Andreas Jung die Zusage des jungen Winzers hatte, begann er Ende 2005 damit, die alten
Reben zu vermehren.
Hierzu wurden einige Fruchtruten der Heidelberger Mutterstöcke geschnitten und in der
Rebschule Heinz Fleischmann durch Pfropfung zu neuen Reben veredelt.
Im Frühjahr 2007 richtete
Andreas Schäffer dann einen 27 Ar großen Weinberg her und pflanzte mit vielen fleißigen Helfern
die jungen Reben von Hand an. Zeitgleich engagierte er sich in ILEK, einem Projekt zur
Stärkung des ländlichen Raumes. Er half dabei den Südpfalzweinberg zu einem Pilotprojekt in der
Förderung des Tourismus im Landkreis zu machen. Gleichzeitig sieht er den Weinberg auch als
fachliche Weiterbildungsstätte.